Ausgangsposition, Bewegungsweg, einzelne Phasen und Abschluss werden nachvollziehbar beschrieben.
Das Lexikon
120 Bewegungen und Phrasen des klassischen Balletts
Das Bewegungslexikon ist ein Nachschlagewerk für Menschen, die Ballett nicht nur benennen, sondern Bewegungen genauer verstehen möchten. Jede Bewegungsseite betrachtet eine Bewegung aus mehreren Perspektiven: Was geschieht? Wie wird sie ausgeführt? Welche Körperorganisation ist notwendig? Wie kann sie unterrichtet, verändert und choreografisch eingesetzt werden?
Standbein, Arbeitsbein, Fußarbeit, Gelenke, Körperachse, Gleichgewicht und Koordination werden gemeinsam betrachtet.
Die Seiten unterstützen beim eigenen Lernen, beim Beobachten von Bewegungen und beim präzisen Erklären und Korrigieren im Unterricht.
Tempo, Richtung, Größe, Dynamik, Raumweg, Blick und Beziehung können verändert werden. Daraus entstehen unterschiedliche choreografische Möglichkeiten und Lesarten.
Für wen?
Lernen · Unterrichten · Beobachten · Choreografieren
Bewegungen können in Ruhe nachgelesen, in ihren einzelnen Phasen betrachtet und mit dem eigenen Körpergefühl verbunden werden.
Technische Merkmale, Bewegungszusammenhänge und typische Beobachtungspunkte unterstützen eine differenzierte Vermittlung.
Bewegungen werden nicht nur als Schritte, sondern auch als veränderbares Material für Raum, Zeit, Dynamik und Beziehung betrachtet.
Das Lexikon erklärt Fachbegriffe und Bewegungsprinzipien so, dass auch der Zugang zum Ballett ohne langjährige Ausbildung möglich wird.
Barre & Battements
Barre & Battements
Das angehobene Arbeitsbein führt eine schnelle schlagende Aktion gegen beziehungsweise nahe am Standbein aus, während Oberschenkel und Rumpf möglichst ruhig bleiben.
Der gestreckte Arbeitsfuß streicht nach hinten und löst sich knapp vom Boden, ohne dass Rumpf oder Becken die Richtung kompensieren.
Der gestreckte Arbeitsfuß streicht nach vorn, löst sich knapp vom Boden und kehrt kontrolliert in die Ausgangsposition zurück.
Der Arbeitsfuß streicht seitlich durch den Boden und löst sich knapp in die Luft, bevor er kontrolliert wieder schließt.
Das gestreckte Arbeitsbein schwingt durch die I. Position von devant nach derrière und zurück wie ein Pendel.
Das Standbein beugt sich, während das Arbeitsbein gesammelt wird. Anschließend strecken sich beide Beine koordiniert miteinander.
Der Arbeitsfuß wird am Standbein vorbereitet und anschließend schnell und präzise in eine gestreckte Richtung ausgeschlagen.
Das Arbeitsbein wird gestreckt geöffnet und anschließend kontrolliert in eine geschlossene Position geführt, während das Standbein die Aufrichtung unterstützt.
Das Arbeitsbein gleitet aus einer geschlossenen Position nach hinten, der Fuß streckt sich bis in die Zehen und kehrt kontrolliert zurück.
Das Arbeitsbein gleitet nach vorn, der Fuß wird bis in die Zehen gestreckt und anschließend kontrolliert wieder geschlossen.
Das Arbeitsbein gleitet seitlich, der Fuß wird bis in die Zehen gestreckt und anschließend kontrolliert wieder geschlossen.
Die vorbereitende Fußaktion am Standbein wird erweitert, bevor das Arbeitsbein schnell und klar in die gewählte Richtung ausschlägt.
Der Unterschenkel beschreibt bei gehaltenem Oberschenkel zwei rasche kreisende Aktionen, bevor die Ausgangsorganisation wiederhergestellt wird.
Das gestreckte Arbeitsbein wird mit großer, klar kontrollierter Dynamik in die Höhe geführt und wieder geschlossen.
Das gestreckte Arbeitsbein wird dynamisch nach hinten angehoben und kontrolliert wieder in die Ausgangsposition geführt.
Das gestreckte Arbeitsbein wird mit deutlichem Impuls seitlich in die Höhe geführt und kontrolliert wieder geschlossen.
Der gestreckte Arbeitsfuß führt über den Boden durch die I. Position von vorn nach hinten oder umgekehrt.
Der Unterschenkel bewegt sich schnell um das Standbein, während Oberschenkel und Knie des Arbeitsbeins möglichst ruhig bleiben.
Der Oberschenkel bleibt seitlich getragen, während der Unterschenkel aus dem Kniegelenk eine kreisende Bewegung beschreibt.
Das gestreckte Arbeitsbein beschreibt mit der Fußspitze einen Halbkreis über den Boden – von vorn über die Seite nach hinten oder umgekehrt.
Das gestreckte Arbeitsbein führt den Halbkreis am Boden von hinten über die Seite nach vorn.
Das gestreckte Arbeitsbein führt den Halbkreis am Boden von vorn über die Seite nach hinten.
Adagio & Positionen
Adagio & Positionen
Das Standbein trägt den Körper, während das Arbeitsbein gestreckt nach hinten geführt wird.
Das Standbein trägt den Körper, während das Arbeitsbein gebeugt nach hinten gehoben wird.
Das Arbeitsbein wird seitlich gehoben und im Knie gebeugt getragen. Standbein, Becken, Rumpf und Arme organisieren gemeinsam die Balance.
Das Arbeitsbein wird über Retiré gesammelt und anschließend kontrolliert nach hinten entfaltet.
Das Arbeitsbein wird über Retiré gesammelt und anschließend kontrolliert nach vorn entfaltet.
Das Arbeitsbein wird über Retiré gesammelt und anschließend kontrolliert zur Seite entfaltet.
Das gestreckte Arbeitsbein wird aus einer geöffneten Position über eine gebeugte, sammelnde Führung zum Standbein zurückgeführt.
Das weitgehend gestreckte Arbeitsbein beschreibt in der Luft einen großen Kreis aus dem Hüftgelenk.
Einbeinige Balance- und Durchgangsorganisation mit dem Arbeitsfuß am Standbein.
Das gestreckte Arbeitsbein wird langsam nach hinten angehoben und mit stabiler Rumpf- und Beckenorganisation wieder abgesenkt.
Das gestreckte Arbeitsbein wird langsam nach vorn angehoben, ohne den über Retiré geführten Entfaltungsweg eines Développés.
Das gestreckte Arbeitsbein wird langsam seitlich angehoben und ebenso kontrolliert wieder abgesenkt.
Adagio & Verbindung
Adagio & Verbindung
Temps lié verbindet Plié, Tendu, Gewichtsübertragung und Schließen zu einer fließenden Übergangsfolge.
Port de bras & Oberkörper
Port de bras & Oberkörper
Port de bras bezeichnet die koordinierte Führung der Arme durch verschiedene klassische Armpositionen in Verbindung mit Rumpf, Kopf, Atem und musikalischer Phrase.
Pointe & Gewichtswechsel
Pointe & Gewichtswechsel
Eine Folge sehr kleiner, eng geführter Schritte, häufig auf Pointe oder Demi-pointe, mit kontinuierlicher Gewichtsübertragung.
Sehr kleine, rasche Gewichtswechsel auf den Spitzen tragen den Körper bei eng organisierter Bein- und Rumpfhaltung durch den Raum.
Couru besteht aus sehr kleinen, raschen Schritten auf Demi-pointe oder Pointe, die den Körper kontinuierlich durch den Raum tragen.
Gehen auf Demi-pointe mit klarer Gewichtsübertragung von Schritt zu Schritt und stabiler Rumpf- und Beinachse.
Gehen auf Pointe mit kontrollierter Gewichtsübertragung, präziser Fußplatzierung und stabiler Aufrichtung.
Ein gestrecktes Bein wird direkt auf Demi-pointe oder Pointe gesetzt und übernimmt unmittelbar das Körpergewicht.
Aus einer geschlossenen Position steigt der Körper auf Demi-pointe oder Pointe und zieht die Beine eng zu einer gestreckten, gekreuzten Aufrichtung zusammen.
Verbindungsschritte
Verbindungsschritte
Ein wiegender Dreierschritt mit Gewichtswechsel, bei dem der Körper von einer Seite zur anderen schwingt und eine klare rhythmische Organisation behält.
Ein Fuß eröffnet den Weg, der zweite Fuß schließt heran und die Bewegung setzt sich in derselben Richtung fort.
Ein gegen den erwarteten Schrittfluss gesetzter Übergang mit Gewichtswechsel, häufig als Verbindung oder Vorbereitung für eine folgende Bewegung.
Coupé bezeichnet einen schneidenden Gewichts- oder Fußwechsel, bei dem ein Fuß den Platz oder die Funktion des anderen übernimmt. Der Detailgebrauch ist schulabhängig.
Ein gleitender oder durchschreitender Übergang, der häufig nach einem Sprung die Bewegung weiter in den Raum führt.
Ein gleitender kleiner Sprung: Ein Fuß streicht aus, beide Füße verlassen kurz den Boden und das andere Bein wird zum Schließen herangeführt.
Eine kreisende Beinführung verbindet sich mit mehreren Gewichtsübertragungen zu einem geschwungenen, häufig seitlich oder diagonal reisenden Schritt.
Kleine verbindende Schrittfolge mit präzisem Gewichtswechsel und klarer Fußorganisation.
Eine sehr fließende, kleinschrittige Bourrée-Form verbindet rasche Gewichtswechsel mit kontinuierlichem Raumweg.
Eine Pas-de-bourrée-Variante mit gegenläufiger Kreuzungsorganisation zum dessus. Terminologie und Detailfolge unterscheiden sich je nach Schule.
Eine Pas-de-bourrée-Variante, bei der die kreuzende Fußfolge über die gewählte Seite organisiert wird. Benennung und Ausführung sind schulabhängig.
Die dreiteilige Fuß- und Gewichtsfolge des Pas de bourrée wird mit einer Drehung des Körpers verbunden.
Ein walzerartiger Dreierschritt mit fließender Gewichtsübertragung, häufig verbunden mit Raumweg, Port de bras und Drehung.
Kontrollierte Gewichtsübertragung in ein gebeugtes Bein. Der Körper gibt gezielt in eine neue tragende Basis nach.
Drehungen
Drehungen
Fortlaufende halbe Drehungen auf Demi-pointe mit raschem Gewichtswechsel und kontinuierlichem Raumweg.
Eine kleine Drehung auf beiden Füßen beziehungsweise auf Demi-pointe, mit der Körper- und Fußausrichtung kontrolliert verändert werden.
Eine fortgeschrittene Fouetté-Variante mit charakteristischem Wechsel von Arbeitsbein- und Armorganisation. Details unterscheiden sich je nach Schule.
Eine Drehbewegung, bei der Öffnen und Einziehen des Arbeitsbeins mit der fortgesetzten Rotation verbunden werden.
Ein gestrecktes Bein setzt direkt auf Demi-pointe oder Pointe auf, übernimmt das Gewicht und führt unmittelbar in eine Drehung.
Vorbereitung, Aufsteigen, einbeinige Balance, Drehorganisation und kontrollierter Abschluss verbinden sich zu einer Rotationsbewegung.
Die Drehung wird mit gestrecktem Arbeitsbein in einer Arabesque-Organisation ausgeführt.
Die Drehung wird mit dem Arbeitsbein in Attitude organisiert. Balance, Becken und Rotationsachse müssen gleichzeitig kontrolliert werden.
Der Körper dreht zum Standbein hin beziehungsweise in der klassisch als nach innen bezeichneten Drehrichtung.
Der Körper dreht vom Standbein weg beziehungsweise in der klassisch als nach außen bezeichneten Drehrichtung.
Während der Drehung bleibt das Arbeitsbein seitlich geöffnet beziehungsweise wird wiederholt in die seitliche Position geführt.
Aus einer gestreckten Öffnung oder einem Schritt schließt der Körper auf Demi-pointe und dreht sich in einer eng organisierten Position.
Drehungen & Adagio
Drehungen & Adagio
Der Körper dreht sich langsam um das Standbein, während eine gehaltene Pose möglichst stabil erhalten bleibt.
Der Körper dreht langsam um das Standbein, während die Arabesque möglichst stabil im Raum erhalten bleibt.
Der Körper dreht langsam um das Standbein, während das Arbeitsbein in Attitude getragen wird.
Renversé verbindet eine geneigte oder überbogene Körperlinie mit Drehung und Gewichtsverlagerung. Die Ausführung ist je nach Schule differenziert.
Drehungen & Sprünge
Drehungen & Sprünge
Das Assemblé wird mit einer Drehung verbunden. Absprung, Zusammenführen der Beine, Rotation und Landung müssen zeitlich präzise zusammenpassen.
Der senkrechte Sprung enthält zwei vollständige Rotationen in der Luft und verlangt eine sehr klare Absprung-, Achsen- und Landungsorganisation.
Ein senkrechter Sprung wird mit einer vollständigen Drehung um die Körperachse verbunden und kontrolliert gelandet.
Sprünge
Sprünge
Ausstreichen, Absprung, Zusammenführen der Beine und Landung verbinden sich zu einer klar gegliederten Sprungbewegung.
Ein federnder Sprung oder Schritt, bei dem das Arbeitsbein ausgestreckt und anschließend wieder gebeugt beziehungsweise zum Standbein gesammelt wird.
Ein schaukelnder Sprungwechsel, bei dem Körper und Beine abwechselnd nach vorn und hinten beziehungsweise in Gegenrichtungen organisiert werden.
Ein kleiner Sprung aus der V. Position, bei dem die Füße in der Luft ihre Vorder-Hinter-Zuordnung wechseln und wieder in V. Position landen.
Gesprungener Gewichtswechsel mit klarer Abstoß-, Flug- und Landungsorganisation.
Die Beine springen nacheinander in eine gebeugte, retiréähnliche Form, während sich der Körper mit leichter seitlicher Flugbahn bewegt.
Ein kleiner Jeté-Gewichtswechsel mit klarer Abstoß- und Landungsorganisation und geringer Flugweite.
Ein kleiner Sprung mit Plié, Absprung, Flugphase und kontrollierter Landung.
Eine Sissonne wird mit einem anschließenden Durchschritt oder gleitenden Weiterführen des freien Beins verbunden.
Eine Sissonne, bei der die zunächst geöffnete Beinorganisation nach der Flugphase in eine geschlossene Position geführt wird.
Eine Sissonne mit betont weicher, beugender Landungs- und Weiterführungsorganisation.
Sprung von zwei Füßen mit einbeiniger Landung und geöffnetem Arbeitsbein.
Sprung von zwei Füßen auf einen Fuß, wobei das freie Bein nach der Landung rasch zum Cou-de-pied beziehungsweise Retiré organisiert wird.
Eine Sissonne, deren Landung unmittelbar in ein Tombé beziehungsweise eine weiterführende Gewichtsübertragung führt.
Ein kleiner Sprungschritt, bei dem die Beine eng und schnell koordiniert werden. Terminologie und genaue Ausführung unterscheiden sich zwischen Schulen.
Ein Sprung von einem Fuß auf denselben Fuß. Das freie Bein bleibt dabei in einer klar organisierten Position.
Eine Öffnung aus einer geschlossenen in eine offene Fußposition – gesprungen oder über Demi-pointe.
Batterie & Sprünge
Batterie & Sprünge
Das Assemblé verbindet das Ausstreichen und Zusammenführen der Beine mit einer Schlagaktion in der Luft.
Ein reisender geschlagener Sprung, bei dem ein Bein ausschlägt, die Beine sich in der Luft treffen und die Landung die Bewegungsrichtung weiterführt.
Eine weiterführende Brisé-Form mit stärkerer Reise- und Flugorganisation. Detailfolgen variieren je nach Schule.
Ein Sprung mit Beinschlag in der Luft und kontrollierter Landung.
Die Cabriole wird nach hinten orientiert und verbindet große Beinlinie, Schlagaktion und kontrollierte Landung.
Die Cabriole wird nach vorn orientiert: Ein Bein wird in die Richtung geführt, das andere schlägt daran und die Form öffnet sich wieder für die Landung.
Eine fortgeschrittene Cabriole mit doppelter Schlagaktion der Beine in der Flugphase.
Ein ungerader Entrechat mit mehreren Kreuzungswechseln in der Luft und einbeiniger Landung.
Ein geschlagener Sprung aus der V. Position, bei dem die Beine in der Luft kreuzen und wieder geschlossen landen.
Ein fortgeschrittener gerader Entrechat mit mehreren schnellen Kreuzungswechseln und Landung auf beiden Füßen.
Ein ungerader Entrechat mit schneller Kreuzungsaktion in der Luft und Landung auf einem Bein.
Ein geschlagener Sprung aus der V. Position, bei dem die Beine in der Luft eine schnelle Schlag- und Wechselaktion ausführen.
Ein Échappé wird mit einer zusätzlichen Schlagaktion der Beine in der Flugphase kombiniert.
Große Sprünge
Große Sprünge
Ein großer, raumgreifender Sprung mit deutlich ausgeprägter Flugphase und weit geöffneten Beinlinien.
Das vordere Arbeitsbein wird vor oder während der Flugphase über eine entwickelte Beinführung geöffnet, wodurch eine große gespreizte Flugform entsteht.
Ein großer Jeté wird mit einer deutlichen Drehung des Körpers verbunden und verändert dadurch Flugbahn und räumliche Orientierung.
Eine große, reisende Pas-de-chat-Form mit stärkerer Höhe und weiter geöffneten Beinlinien als beim kleinen Pas de chat.
Ein großer Dreh- und Wechselsprung, bei dem die Beine in der Flugphase ihre räumliche Zuordnung verändern und der Körper die Richtung wechselt.
Ein Sprung mit charakteristisch gebogener Körper- und Beinlinie. Ausführung und Terminologie variieren je nach Schule.
Ein großer drehender Sprung mit markantem Bein- und Richtungswechsel, bei dem Raumweg und Rotation eng miteinander verbunden sind.
Ein großer katzenartiger Sprung, häufig mit entwickeltem Vorderbein und weit geöffnetem Hinterbein. Die Benennung ist schulabhängig.
Ein pfeilartiger Sprung, bei dem die Beine nacheinander energisch durch die Flugphase geführt werden und ein deutlicher Raumimpuls entsteht.
Ein großer, sich drehender Sprung verbindet Raumweg, Beinwechsel und Rotation. Die genaue Terminologie überschneidet sich je nach Schule mit Jeté entrelacé.
Sprünge & Schritte
Sprünge & Schritte
Eine Folge wechselnder einbeiniger Sprünge oder Schritte, bei denen sich die Beine in einer eng aufeinander bezogenen Bewegung abwechseln.
Kombinationen
Bewegungen in der Phrase
Eine beispielhafte Phrase aus Retiré, Développé, Arabesque und kontrollierten Übergängen. Hier steht nicht eine einzelne Bewegung, sondern ihr Zusammenhang innerhalb einer musikalischen Phrase im Mittelpunkt.
Namen und Schulen
Unterschiedliche Bezeichnungen – dieselbe Bewegung
Im klassischen Ballett unterscheiden sich Benennungen und Details teilweise zwischen Schulen und Ausbildungstraditionen. Das Lexikon berücksichtigt solche Unterschiede, ohne daraus unnötig mehrere Seiten für dieselbe Grundbewegung zu machen. Wo eine Bewegung unter mehreren Namen bekannt ist, führt das Register zur passenden Bewegungsseite.
Die traditionellen französischen Begriffe bleiben die Grundlage des Registers. Deutsche Erklärungen machen ihre Bedeutung und Ausführung nachvollziehbar.
Wo Bezeichnung, Armführung, Vorbereitung oder Detailausführung variieren, wird dies auf der jeweiligen Bewegungsseite kenntlich gemacht.
Entscheidend ist nicht nur, wie eine Bewegung heißt, sondern was der Körper tatsächlich tut: öffnen, schließen, tragen, drehen, springen, landen oder Gewicht übertragen.
Vom Schritt zur Choreografie
Eine Bewegung kann unterschiedlich wirken
Ein Plié, eine Arabesque oder eine Pirouette besitzt nicht von sich aus eine bestimmte emotionale Bedeutung. Entscheidend ist, wie die Bewegung gestaltet und in Beziehung zu anderen Menschen, zum Raum und zur Musik gesetzt wird.
Langsam, plötzlich, verzögert, beschleunigt oder unterbrochen: Das Tempo verändert die Wahrnehmung einer Bewegung grundlegend.
Richtung, Distanz, Größe, Raumweg und Ausrichtung bestimmen, wie eine Bewegung im Bühnenraum erscheint.
Blick, Annäherung, Abstand, Kontakt, Antwort oder Nicht-Antwort können aus derselben technischen Bewegung sehr unterschiedliche Beziehungssituationen entstehen lassen.
Erst im konkreten Zusammenhang können Gefühle, Bedürfnisse oder dramaturgische Bedeutungen als mögliche Lesarten entstehen. Sie sind keine feste Eigenschaft des Schrittes selbst.