Mathias Ellmann entwickelt choreografische
und dramaturgische Konzepte
für zeitgenössische Ballettwerke.
Er benutzt klassische Balletttechnik
als präzise Sprache menschlicher Beziehungen.
Seine choreografische Handschrift ist
die Choreografie der Beziehung.
Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage:
Wie verändert die Handlung eines Menschen
die Handlungsmöglichkeiten eines anderen?
Die vier Projekte
Become Visible,
Built Together,
Stay Upright und
The Primal Struggle
bilden eine künstlerische Entwicklung
von Wahrnehmung über Zusammenarbeit und Würde
bis zur Autonomie.
Im Zentrum stehen beobachtbare relationale Prozesse:
Blick, Distanz, Annäherung, Übergabe,
Gewichtsverlagerung, Grenze, Unterstützung,
Reaktion und Veränderungen im gemeinsam genutzten Raum.
Bewegung wird dabei nicht nur als individuelle Handlung verstanden,
sondern danach organisiert,
wie sie die Möglichkeiten anderer Menschen verändert.
Das
Ballett-Bewegungslexikon
ergänzt diese choreografische Arbeit um eine systematische
Untersuchung klassischer Ballettbewegungen:
technische Ausführung, Körperorganisation,
Bewegungsphasen, räumliche Variablen und
mögliche choreografische Funktionen werden dort
getrennt beschrieben und miteinander verknüpft.
Gesucht wird die Zusammenarbeit
mit professionellen Ensembles,
Theatern, Produktionspartnern
sowie geeigneter künstlerischer Assistenz
und erfahrenen Ballettkünstlerinnen
und Ballettkünstlern,
um die ausgearbeiteten Werke einzustudieren,
an konkrete Ensembles und Bühnen anzupassen
und zur Aufführung zu bringen.