01 · Begriff und Funktion

Was ist Hook Turn?

Drehung, bei der ein Fuß hinter oder vor dem Standbereich kreuzt und die gekreuzte Position zur Rotationsfortsetzung nutzt.

Form

Drehungen & Spins

Timing

on1, on2

Rollen

Solo

Varianten

On1 · On2

02 · Positionen, Timing und Varianten

Ausgang, Richtung und Varianten

Timing, Rollenbezug und Raumorientierung werden getrennt beschrieben. Benennungen und Ausführungsdetails können sich zwischen Salsa-Stilen, Schulen und Regionen unterscheiden.

Aliasse

Hook pivot

Kategorie

Drehungen & Spins

Stilbezug

cross-style, solo

Timing

on1, on2

03 · Technische Ausführung

Worauf es bei Hook Turn ankommt

Kreuzposition

Beim Hook Turn kreuzt ein Fuß hinter oder je nach Variante vor dem Standbereich und erzeugt damit eine kompakte Ausgangsorganisation für die weitere Drehung.

Gewicht klären

Die gekreuzte Fußposition allein erzeugt noch keine kontrollierte Drehung. Entscheidend ist, auf welchem Fuß das Gewicht liegt und welcher Fuß anschließend frei wird.

Rotation aus der Basis

Die Drehung wird aus der gekreuzten Stützorganisation weitergeführt. Oberkörper und Becken drehen mit der Fußarbeit, statt unabhängig gegeneinander verdreht zu werden.

Kompakt bleiben

Die Kreuzposition bleibt eng genug, dass die Achse kontrollierbar bleibt. Ein zu großer Hook-Schritt erschwert Gewichtswechsel und Ausgang.

Entkreuzen und ausrichten

Nach der Rotationsphase wird die gekreuzte Position kontrolliert geöffnet und die gewünschte Endorientierung eindeutig stabilisiert.

04 · Körperwissen

Körperorganisation bei Hook Turn

Kreuzposition bleibt beweglich

Die Hook-Position kreuzt einen Fuß vor oder hinter der Stützlinie, ohne Knie und Hüfte gegeneinander zu blockieren.

Gewicht bestimmt die Rotation

Die Drehung wird aus der belasteten Kreuzposition und der folgenden Gewichtsorganisation weitergeführt. Das bloße Kreuzen der Beine erzeugt noch keine kontrollierte Drehung.

Entkreuzen gehört zur Figur

Eine stabile Hook Turn endet nicht in einer festgeklemmten Kreuzstellung. Der Ausgang organisiert das Entkreuzen und die neue Körperrichtung mit.

05 · Für Einsteiger

Hook Turn zuerst kontrolliert aufbauen

Hook zunächst ohne volle Drehung

Übe zuerst nur die kompakte Kreuzposition mit eindeutigem Gewicht und löse sie wieder auf.

Rotation schrittweise ergänzen

Füge anschließend eine kleine Drehung hinzu und erweitere die Rotationsmenge erst, wenn Knie und Füße frei bleiben.

Kontrollfrage

Kannst du die Kreuzposition verlassen, ohne das Knie zu verdrehen oder einen zusätzlichen Balance-Schritt einzusetzen?

06 · Unterricht und Rückmeldung

Woran eine kontrollierte Ausführung von Hook Turn erkennbar ist

Kreuzung bleibt kompakt

Der Hook ist klein genug, dass die Beinachsen beweglich und belastbar bleiben.

Rotation kommt aus der Basis

Die Körperdrehung passt zur Gewichts- und Fußorganisation und wird nicht nur über Schultern oder Arme erzeugt.

Ausgang ist frei

Die Beine können kontrolliert entkreuzen und die neue Orientierung ohne blockierte Gelenkstellung übernehmen.

07 · Weiterlernen

Von Hook Turn zu weiteren Bewegungen

Ganze Drehung

Drehung um ungefähr 360 Grad, die aus Vorbereitung, Rotationsphase und kontrollierter Landung auf dem vorgesehenen Standfuß besteht.

Halbe Drehung

Drehung um ungefähr 180 Grad mit klarer Gewichtsübernahme und stabiler Endausrichtung.

Pivot Turn

Drehung über einen oder mehrere Pivot-Schritte, bei denen die Körperausrichtung auf belasteten Füßen neu ausgerichtet wird.

Spot Turn links

Linksdrehung nahezu am Platz mit kompakter Schrittabfolge, aufgerichteter Achse und kontrolliertem Abschluss.

Spot Turn rechts

Rechtsdrehung nahezu am Platz, bei der die Füße eine kompakte Basis bilden und der Kopf die Raumorientierung durch Spotting unterstützt.

Double Spin

Zwei schnelle Rotationen um die eigene Achse mit kompakter Körperorganisation, präziser Vorbereitung und kontrolliertem Ausstieg.

Free Spin

Freie Drehung ohne durchgehende Handverbindung; Vorbereitung und Ausstieg müssen deshalb vollständig über Eigenachse und Timing organisiert werden.

Spin-Vorbereitung

Vorbereitende Gegenbewegung oder Gewichtsorganisation, die den Rotationsimpuls für einen folgenden Spin erzeugt, ohne die Achse vorzeitig zu verlieren.

Traveling Spin

Mehrfache oder fortgesetzte Rotation mit klarer Vorwärts- oder Seitwärtsbewegung durch den Raum.

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Mathias Ellmann

Mathias Ellmann

Mathias Ellmann entwickelt das Salsa-Bewegungslexikon als Verbindung von Tanztechnik, Körperwissen, Musikalität, Lernen und Partnerkommunikation.

Bewegung wird dabei nicht nur danach betrachtet, welche Schritte oder Figuren getanzt werden, sondern auch danach, wie Gewicht, Timing, Raum, Wahrnehmung und Verbindung zusammenwirken.

Führen und Folgen werden als wechselseitige Kommunikation verstanden: Eine Person bereitet Bewegungsmöglichkeiten vor und macht sie wahrnehmbar, die andere antwortet mit selbstorganisierter Bewegung. Beide Rollen bleiben wahrnehmend, anpassungsfähig und selbstbestimmt.

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