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Porträt von Mathias Ellmann

Analyse und Entscheidung · typische Beratungsfälle

Startup-Beratung: typische Use Cases

Startup-Beratung ist besonders wertvoll, wenn mehrere Probleme gleichzeitig sichtbar werden und nicht klar ist, welches davon Ursache und welches nur Symptom ist. Der iterative Beratungsprozess hilft, Annahmen, Markt, Produkt, Vertrieb, Technologie und Organisation als zusammenhängendes System zu betrachten.

Beratungs- und Problemlösungszyklus

Die Use Cases werden nicht als starre lineare Projekte verstanden. Neue Informationen können frühere Annahmen verändern. Diagnose, Zielformulierung, Analyse und Entscheidungsfindung werden deshalb bei Bedarf mehrfach durchlaufen. Die anschließende Umsetzungsplanung übersetzt die Entscheidung in konkrete nächste Schritte.

1

Diagnose

Problem und Situation präzisieren. Beobachtungen, Symptome, Grenzen, Beteiligte, Informationslücken und Annahmen werden getrennt betrachtet.

2

Zielformulierung

Den gewünschten Zustand und überprüfbare Erfolgskriterien bestimmen. Dabei wird geklärt, was erreicht, erhalten, vermieden oder beendet werden soll.

3

Analyse

Mehrere Erklärungen und Handlungsoptionen entwickeln. Alternativen, Abhängigkeiten, Risiken, Nebenwirkungen und verfügbare Mittel werden untersucht.

4

Entscheidungsfindung

Bewertungskriterien festlegen, Optionen vergleichen, Zielkonflikte sichtbar machen und eine begründete Priorisierung beziehungsweise Entscheidung treffen.

5

Umsetzungsplan

Die gewählte Lösung in Verantwortlichkeiten, Meilensteine, Nachweise, Kontrollen und erneute Entscheidungspunkte übersetzen.

Methodische Grundlage: Die Struktur ist eine eigenständige, auf die hier angebotenen Beratungsleistungen übertragene Anwendung eines iterativen Problemlösungsansatzes in Anlehnung an Nicolai Andler, Tools für Projektmanagement, Workshops und Consulting – Kompendium der wichtigsten Techniken und Methoden, Band 6, Publicis, Erlangen, 2015. Die hier beschriebenen Use Cases, Fragestellungen und Beratungsinhalte sind auf die jeweiligen Leistungsfelder von Mathias Ellmann zugeschnitten.

Typische Ausgangssituationen

Geeignet für

  • Gründerinnen und Gründer in frühen oder mittleren Phasen
  • Technologie-Startups mit schwacher oder unklarer Traktion
  • Teams vor Pivot-, Finanzierungs- oder Priorisierungsentscheidungen
  • Startups mit gleichzeitigem Produkt-, Markt- und Organisationsdruck

Typische Ergebnisse

  • Präzisierte Kernprobleme statt Symptomlisten
  • Explizite und überprüfbare Annahmen
  • Priorisierte Entscheidungsfragen
  • Alternative Handlungsoptionen
  • Konkreter Lern- und Umsetzungsplan

Typische Use Cases

Die folgenden Beispiele zeigen typische Entscheidungssituationen. Ein konkretes Beratungsprojekt wird nicht automatisch nach diesem Muster durchgeführt, sondern an Problem, Ziel, verfügbare Informationen und organisatorische Rahmenbedingungen angepasst.

Use Case 1

Schwache Traktion: Marktproblem, Produktproblem oder Vertriebsproblem?

Ausgangslage: Ein Startup gewinnt zu wenige Kundinnen und Kunden. Im Team existieren unterschiedliche Erklärungen für die Ursache.

1. Diagnose

Beobachtbare Fakten von Interpretationen trennen und Funnel, Nutzung, Kundenfeedback, Marktannahmen, Preis und Produktleistung untersuchen.

2. Zielformulierung

Definieren, welche Form von Traktion in welchem Zeitraum als belastbares Signal gelten soll.

3. Analyse

Alternative Ursachenhypothesen entwickeln und jeweils prüfen, welche Beobachtungen sie bestätigen oder widerlegen würden.

4. Entscheidungsfindung

Die plausibelsten Ursachen und die informationsreichsten nächsten Experimente priorisieren.

Umsetzungsplan

Kurze Validierungszyklen mit klaren Messgrößen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsterminen aufsetzen.

Use Case 2

Vor einem Pivot oder einer weiteren Investition entscheiden

Ausgangslage: Das bisherige Geschäftsmodell liefert nicht die erwarteten Ergebnisse. Gleichzeitig wurden bereits erhebliche Ressourcen investiert.

1. Diagnose

Ergebnisse, ursprüngliche Annahmen, aktuelle Marktsignale, Kosten und bestehende Bindungen unabhängig von bereits investiertem Aufwand betrachten.

2. Zielformulierung

Klären, welche zukünftigen Ergebnisse ein Weiterführen, Verändern oder Beenden rechtfertigen würden.

3. Analyse

Weiterführen, fokussieren, pivotieren, Partnerschaft, Verkauf oder geordnete Beendigung als echte Alternativen untersuchen.

4. Entscheidungsfindung

Optionen anhand zukünftiger Chancen, Risiken, Ressourcenbedarf und Reversibilität bewerten.

Umsetzungsplan

Entscheidung in messbare nächste Schritte und einen Termin für erneute Überprüfung übersetzen.

Use Case 3

Entscheidungsstau im Gründerteam auflösen

Ausgangslage: Strategie, Produkt und Vertrieb hängen voneinander ab. Entscheidungen werden immer wieder vertagt oder nach persönlicher Überzeugung getroffen.

1. Diagnose

Offene Entscheidungen, Interessen, Annahmen, Abhängigkeiten und tatsächliche Informationslücken sichtbar machen.

2. Zielformulierung

Ein gemeinsames Ziel- und Prioritätensystem schaffen, an dem einzelne Entscheidungen geprüft werden können.

3. Analyse

Optionen, Zielkonflikte, Risiken, fehlende Informationen und reversible beziehungsweise irreversible Entscheidungen unterscheiden.

4. Entscheidungsfindung

Entscheidungskriterien vor der Bewertung der bevorzugten Optionen festlegen.

Umsetzungsplan

Entscheidungslog, Verantwortlichkeiten, Review-Zeitpunkte und Eskalationsregeln etablieren.

Vertiefende Bücher und fachliche Grundlagen

Mehrere der in der Beratung verwendeten Denkweisen werden in den folgenden Büchern ausführlicher behandelt. Die Buchseiten enthalten zusätzliche Informationen zu Inhalt, Zielgruppe und thematischen Schwerpunkten.

Startup-Scheitern und Vertrieb

Thematische Übersicht zu Startup-Entscheidungen, Marktvalidierung, Scheitern und Vertrieb.

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Buchcover Die Psychologie des Startup-Scheiterns

Die Psychologie des Startup-Scheiterns

Annahmen, Wahrnehmungsverzerrungen, Macht, Strategie und Fehlentscheidungen in Startups.

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Buchcover Die Psychologie des scheiternden Startup-Vertriebs

Die Psychologie des scheiternden Startup-Vertriebs

Marktvalidierung, Vertrauen, Kundenverständnis, Einwände und Vertriebssignale.

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Einordnung der Beratung

Die Beratung unterstützt bei technischer, organisatorischer und wirtschaftlicher Analyse, Entscheidungsfindung und Umsetzungsplanung. Sie ersetzt keine individuelle Rechtsberatung, Steuerberatung, Anlageberatung oder psychotherapeutische Beratung. Bei Fragestellungen zum EU AI Act werden technische, organisatorische und methodische Aspekte behandelt; rechtliche Bewertungen müssen gegebenenfalls durch entsprechend qualifizierte Rechtsberatung ergänzt werden.

Konkreten Beratungsfall besprechen

Wenn Ihre Situation einem der beschriebenen Use Cases ähnelt, kann zunächst die konkrete Entscheidungs- oder Problemstellung abgegrenzt werden. Daraus lässt sich bestimmen, welche Form der Beratung sinnvoll ist.

Bitte übermitteln Sie sensible oder vertrauliche Unterlagen erst über einen zuvor abgestimmten sicheren Übermittlungsweg. Zeitkritische Fristen gelten erst dann als übernommen, wenn dies ausdrücklich bestätigt wurde.