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Helfen und pädagogische Anwendung

Wie kann eine Klasse mit Gerüchten, Gruppendruck und Mobbing umgehen?

Eine Klasse kann Gerüchte und Gruppendruck nicht nur als Problem einzelner Kinder behandeln. Entscheidend ist auch, welche Regeln in der Gruppe gelten: Wird eine Geschichte ungeprüft weitererzählt? Wird über jemanden gelacht? Darf man aussteigen, widersprechen oder Hilfe holen? Bei Mobbing kommt hinzu, dass Schule und Erwachsene Verantwortung für Intervention und Schutz übernehmen müssen.

Stand: 14. Oktober 2026 · Mathias Ellmann

Kurzantwort:

Als pädagogische Orientierung können Klassen vereinbaren, ungeprüfte Geschichten nicht weiterzutragen, Betroffene zu unterstützen und verlässliche Hilfewege zu nutzen. Schule und Erwachsene müssen dafür sichere Bedingungen schaffen.

Bei wiederholter, systematischer Schikane reicht es jedoch nicht, nur an die Zivilcourage einzelner Kinder zu appellieren.

Mobbing ist ein Gruppen- und Schulproblem. Erwachsene müssen die Situation fachlich einschätzen, Betroffene schützen und geeignete Interventionen einleiten.

Drei verschiedene Grundlagen: Buchszenen illustrieren das Thema. Externe Studien und offizielle Empfehlungen liefern die fachliche Einordnung. Die vorgeschlagenen Klassenregeln, Handlungsmöglichkeiten und acht Fragen sind eine eigene didaktische Übertragung. Die hier herangezogene Forschung prüft weder dieses Buch noch sein Gesamtmodell oder diese Übungen auf Wirksamkeit.

Gerüchte sind nicht automatisch Mobbing

In Kapitel 9 sammeln Leni und Oskar Merkmale eines Gerüchts (S. 189–190). In ihrer Liste wird aus „vielleicht“ ein „bestimmt“ und aus „einmal“ ein „immer“. Das ist eine literarische Darstellung, keine wissenschaftliche Definition von Gerüchten oder Mobbing.

Die Szene bietet einen Gesprächsanlass dafür, eigene Beobachtung, Vermutung und Weitererzähltes auseinanderzuhalten.

Ein einzelnes Gerücht allein erlaubt noch keine Einordnung als Mobbing. Entscheidend sind auch der Verlauf und ein Machtungleichgewicht.

Das US-amerikanische Behördenportal StopBullying.gov zählt das Verbreiten von Gerüchten zu möglichen Formen sozialen Mobbings. Seine Definition umfasst unerwünschtes aggressives Verhalten, ein tatsächliches oder wahrgenommenes Machtungleichgewicht und Wiederholung oder die Möglichkeit einer Wiederholung. Macht kann etwa aus körperlicher Überlegenheit, sozialem Status oder dem Zugang zu beschämenden Informationen entstehen. Definition und Formen bei StopBullying.gov.

Begriffe trennen: Nicht jeder Streit, nicht jede Beleidigung und nicht jedes Gerücht ist Mobbing. Das macht einzelne Verletzungen nicht harmlos. Es verhindert aber, unterschiedliche Situationen vorschnell gleichzusetzen.

Mobbing ist mehr als ein gewöhnlicher Streit

Die Polizeiliche Kriminalprävention beschreibt Bullying als gezielte, systematische und wiederholte Schikane.

Sie ordnet Mobbing außerdem als Gruppenphänomen ein.

Diese Merkmale helfen, Mobbing von einem wechselseitigen Konflikt zwischen ähnlich handlungsfähigen Kindern zu unterscheiden.

Für die pädagogische Praxis ist diese Unterscheidung wichtig: Ein gegenseitiger Streit zwischen vergleichbar handlungsfähigen Kindern stellt andere Anforderungen als eine länger anhaltende systematische Abwertung innerhalb einer Gruppe.

Offizielle Präventionsinformation Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Polizei-Beratung: Gewalt an Schulen

Polizei-Beratung: Mobbing – Systematische Schikane

Keine vorschnelle Einstufung: Ob eine konkrete Situation tatsächlich als Mobbing einzustufen ist, lässt sich nicht allein anhand eines einzelnen Satzes oder einer einzelnen Szene beurteilen. Verlauf, Wiederholung, Gruppendynamik, Machtverhältnisse und Belastung müssen berücksichtigt werden. Schutz darf nicht davon abhängen, dass ein Kind erst weitere Vorfälle abwartet oder Mobbing selbst nachweist.

Gruppendruck entsteht nicht nur durch direkte Befehle

Ein erfundenes Beispiel für direkten Gruppendruck lautet: „Wenn du dazugehören willst, machst du mit.“

Er kann aber auch indirekter entstehen.

Als Beispiel für indirekten Druck kann ein Kind erwarten, bei Widerspruch ausgelacht oder ausgeschlossen zu werden. Im Buch erzählt Benno, dass er manchmal mitlacht, um nicht aufzufallen (Kapitel 17, S. 389–390).

Dann kann die Entscheidung, nicht mitzulachen, eine Nachricht nicht weiterzuleiten oder jemandem beizustehen, Mut verlangen, obwohl niemand einen ausdrücklichen Befehl gegeben hat.

Gruppendruck ist keine Gedankenlesediagnose: Nicht jedes gemeinsame Lachen und nicht jede Mehrheitsmeinung bedeutet automatisch Gruppenzwang. Entscheidend ist, wie viel tatsächlicher oder erwarteter sozialer Druck in der konkreten Situation entsteht.

Die Klasse ist nicht nur Kulisse

Bei Mobbing beeinflusst die Gruppe, welches Verhalten Aufmerksamkeit, Zustimmung oder Widerstand erhält.

Das Schulministerium Nordrhein-Westfalen beschreibt Mobbing als systemischen Prozess, zu dem auch Ausgrenzung innerhalb von Klassen und Gleichaltrigengruppen gehört.

Auch die Polizeiliche Kriminalprävention beschreibt einen Mehr-Ebenen-Ansatz, der nicht nur einzelne Beteiligte, sondern auch Schul- und Klassenklima einbezieht.

Offizielle schulische Orientierung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Mobbing und Cybermobbing. Hinweise zu Gruppendynamik und Ansprechpersonen.

Mobbing und Cybermobbing

Wie Mitschülerinnen und Mitschüler unterstützen können

Ein einzelnes Kind muss Mobbing nicht im Alleingang stoppen.

Eine Befragungsstudie von Salmivalli, Voeten und Poskiparta (2011) mit 6.764 Kindern im Alter von 9 bis 11 Jahren fand Zusammenhänge: In Klassen mit mehr Unterstützung für Betroffene wurde weniger Mobbing erfasst; mit mehr Bestärkung der Angreifenden mehr Mobbing. Das belegt keine Ursache-Wirkungs-Beziehung und keine Erfolgsgarantie für das Eingreifen eines einzelnen Kindes. Zur Beobachtungsstudie.

Als mögliche, an die Sicherheit angepasste Beiträge können Kinder abwertende Inhalte nicht weiterleiten, Betroffene diskret unterstützen und vertrauenswürdige Erwachsene informieren. Widerspruch oder Nicht-Mitlachen dürfen keine Mutprobe werden.

Ob und wie sich dadurch die konkrete Situation verändert, müssen die verantwortlichen Erwachsenen prüfen. Ein Klassenappell ersetzt keine schulische Intervention.

Keine Heldenerwartung: Von einem Kind darf nicht verlangt werden, sich selbst in Gefahr zu bringen oder allein gegen eine ganze Gruppe anzutreten. Auch stilles Unterstützen und Hilfeholen können angemessene Handlungen sein.

Ein Gerücht stoppen heißt nicht, es überall zu wiederholen

Die Buchfrage „Weiß ich, dass es stimmt?“ steht in Kapitel 9 auf S. 190 und in Anhang C auf S. 526. Als eigene Übertragung lässt sie sich im Unterricht nutzen, um über den Unterschied zwischen Wissen und Vermuten zu sprechen.

Die Angabe „irgendwer hat es gesagt“ reicht nicht aus, um die Herkunft einer Geschichte zu prüfen. Belastende Hinweise sollen Kinder trotzdem Erwachsenen melden dürfen, auch wenn sie noch nicht alles wissen.

Die Klärung belastender Vorfälle ist Aufgabe der Erwachsenen; Kinder müssen keine Beweise sammeln oder andere Kinder befragen.

Zur Klärung muss ein Gerücht jedoch nicht vor der ganzen Klasse noch einmal in allen Einzelheiten verbreitet werden.

Klärung ohne Vergrößerung: Je sensibler oder verletzender eine Geschichte ist, desto wichtiger ist die Frage, wer sie zur Klärung wirklich kennen muss.

Ein Klassenrat kann Regeln klären – aber kein Tribunal sein

In Kapitel 15 bespricht die Klasse Regeln für Gerüchte, Grenzen und Hilfeholen (S. 330–331, 337–338). Frau Sommer stellt ausdrücklich klar, dass Erwachsene bei Gefahr helfen müssen. Kapitel 10 zeigt eine andere Form der Unterstützung: Frau Neumann fragt Paul, ob sie mit Frau Sommer sprechen darf, ohne seinen Namen zu nennen; Paul muss nicht vor allen erzählen (S. 204–206).

Die folgende Übertragung betrifft allgemeine Klassenregeln. Sie ist kein Verfahren zur Bearbeitung eines konkreten Mobbingfalls.

Zum Beispiel: Wir verbreiten keine ungeprüften Geschichten. Ein Nein wird ernst genommen. Niemand muss ein persönliches Erlebnis vor der Klasse erzählen. Hilfeholen wird nicht lächerlich gemacht.

Ein Klassenrat sollte jedoch nicht dazu benutzt werden, ein betroffenes Kind vor der Gruppe zum Beweisen, Rechtfertigen oder detaillierten Erzählen zu zwingen.

Regeln statt öffentlicher Fallverhandlung: Eine Klasse kann an ihren gemeinsamen Normen arbeiten, ohne sensible Einzelfälle öffentlich auszubreiten.

Die offizielle US-Guidance empfiehlt bei einem Vorfall, zunächst Sicherheit herzustellen, Beteiligte getrennt anzuhören und keine öffentlichen Aussagen oder sofortige Versöhnung zu erzwingen. Das stützt die Schutzgrenze für den Klassenrat; maßgeblich für das konkrete Vorgehen sind die schulischen Schutzkonzepte. StopBullying.gov: Respond to Bullying.

Das betroffene Kind muss die Gruppe nicht selbst überzeugen

Gerade bei Mobbing wäre es problematisch, die Lösung davon abhängig zu machen, dass die betroffene Person besonders überzeugend, mutig oder schlagfertig auftritt.

Ein Kind kann eingeschüchtert, beschämt, erschöpft oder unsicher sein.

Es kann schweigen und trotzdem Unterstützung brauchen.

Es kann auch wünschen, dass eine erwachsene Person bestimmte Schritte übernimmt.

Keine Verantwortungsumkehr: Betroffene Kinder tragen keine Schuld am Mobbing. Ihr Anspruch auf Schutz hängt nicht davon ab, wie laut, sicher oder schlagfertig sie auftreten.

Hilfeholen ist bei Mobbing keine Niederlage

Anhang C unterscheidet Hilfeholen vom Weitertragen eines Gerüchts und verweist bei Bedrohung, Verletzung, Erpressung, Ausgrenzung oder dauerhafter Demütigung ausdrücklich an Erwachsene (S. 526–527). Bei Hinweisen auf Mobbing oder ernsthafte Gefährdung fordert der Anhang Handeln nach den vorgesehenen Schutzverfahren; das Buch ersetzt keine professionelle Intervention (S. 537–538).

Für eine Klasse bedeutet das: Es braucht bekannte Personen und Wege, an die Kinder sich wenden können, wenn etwas nicht allein lösbar ist.

Das Schulministerium Nordrhein-Westfalen nennt als Ansprechpersonen unter anderem Klassen- und Vertrauenslehrkräfte, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und Schulleitung. Für die Praxis sollten Schulen diese Wege bekannt und erreichbar machen. Bleibt Hilfe aus, müssen weitere zuständige Erwachsene einbezogen werden; NRW nennt auch die Schulaufsicht als Anlaufstelle.

Solche Wege sollten nicht erst improvisiert werden, wenn bereits eine schwere Situation entstanden ist.

Erwachsene müssen Mobbing nicht den Kindern zurückgeben

Wenn Erwachsene von möglichem Mobbing erfahren, reicht es nicht, ausschließlich zu sagen: „Klärt das unter euch.“

Die Polizeiliche Kriminalprävention beschreibt Intervention auf Schul-, Klassen- und Individualebene.

StopBullying.gov rät Erwachsenen ausdrücklich davon ab, Mobbing zu ignorieren oder seine Klärung den Kindern allein zu überlassen. Sicherheit und die Unterstützung der Betroffenen haben Vorrang.

Das bedeutet nicht, Kinder aus allen Entscheidungen auszuschließen.

Es bedeutet, Partizipation nicht mit der Delegation von Schutzverantwortung zu verwechseln.

Erwachsenenaufgabe: Schülerinnen und Schüler können zu einer besseren Gruppenkultur beitragen. Die Verantwortung für eine fachgerechte schulische Intervention darf ihnen aber nicht übertragen werden.

Mobbingprävention gehört zum Schulalltag

Die Kultusministerkonferenz zählt Mobbingprävention und soziales Lernen zu den Themen schulischer Gesundheitsförderung und Prävention.

Auf ihrer Informationsseite wird hervorgehoben, dass Prävention nicht nur aus Einzelaktionen besteht, sondern Teil nachhaltiger Schulentwicklung sein soll.

Offizielle bildungspolitische Empfehlung Kultusministerkonferenz: Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule.

KMK: Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule

Mehr als ein Projekttag: Eine faire Klassengemeinschaft entsteht nicht allein durch einzelne Übungen. Regeln, Beziehungen, Meldewege und das Verhalten Erwachsener gehören ebenfalls dazu.

Was Studien zu schulischen Programmen zeigen

Eine systematische Übersicht mit Meta-Analyse von Gaffney, Ttofi und Farrington (2021) umfasst 100 Evaluationen schulischer Programme. Sie findet im Mittel weniger Mobbingausübung und weniger Betroffenheit, allerdings mit begrenzten Effekten und erheblichen Unterschieden zwischen Studien. Einbezogen wurden randomisierte und nicht randomisierte Designs; viele Ergebnisse beruhen auf Selbstauskünften. Zur systematischen Übersicht.

Auch die Meta-Analyse von Fraguas und Kollegen (2021) mit 69 randomisierten Studien und insgesamt 111.659 Teilnehmenden findet im Durchschnitt kleine Verringerungen von Mobbing. Untersucht wurden Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 17 Jahren in verschiedenen Ländern und schulischen Kontexten. Zur Meta-Analyse randomisierter Studien.

Grenze der Übertragung: Die Ergebnisse betreffen die jeweils untersuchten Programme. Die Übersichten enthalten teilweise dieselben Primärstudien und sind keine vollständig unabhängigen Bestätigungen. Sie belegen weder, dass jede Schule gleich profitiert, noch dass einzelne Gesprächsfragen, ein Klassenrat oder das Lesen dieses Buches Mobbing verhindern.

Cybermobbing kann die Gruppendynamik erweitern

Abwertung und Ausgrenzung enden nicht automatisch am Schultor.

Messenger, Gruppen-Chats, Bilder und soziale Netzwerke können schulische Dynamiken fortsetzen oder verstärken.

Die Polizeiliche Kriminalprävention weist darauf hin, dass Mobbing auch digital stattfinden kann.

Deshalb sollte eine schulische Reaktion nicht allein danach fragen, ob eine Handlung im Klassenzimmer oder auf dem Schulhof stattgefunden hat.

Digitale Weiterleitung ist eine Handlung: Ein verletzender Inhalt wird nicht neutral, nur weil ein Kind ihn „nur weitergeschickt“ und nicht selbst erstellt hat.

Nicht jeder Konflikt braucht dieselbe Intervention

Gewöhnliche Konflikte können gemeinsame Klärung, Verhandlung und gegenseitiges Zuhören ermöglichen.

Bei systematischer Schikane und deutlichem Machtungleichgewicht muss dagegen zunächst der Schutz und das Beenden des schädigenden Verhaltens im Vordergrund stehen.

Eine Methode, die bei einem wechselseitigen Streit hilfreich ist, ist deshalb nicht automatisch für jede Mobbingsituation geeignet.

Keine Methodenautomatik: Diese Wissensseite schreibt kein einzelnes Anti-Mobbing-Verfahren vor. Schulen sollten ihre fachlichen Konzepte, Zuständigkeiten und Unterstützungssysteme nutzen.

Was kann eine Klasse konkret tun?

Situation Mögliche Klassenreaktion Erwachsenenaufgabe
Ungeprüftes Gerücht Nicht weitertragen, Quelle und Wissensstand unterscheiden Bei belastenden Inhalten geschützte Klärung ermöglichen
Abwertender Witz Nicht mitlachen, Thema wechseln, widersprechen, betroffene Person unterstützen Abwertung unterbrechen, Betroffene schützen, Verlauf und Gruppendynamik prüfen
Gruppendruck Wenn sicher möglich: Teilnahme verweigern; Unterstützung und Erwachsenenhilfe suchen Regeln und sichere Ausstiegswege schaffen
Wiederholte Ausgrenzung Betroffene Person nicht allein lassen, Beobachtungen melden Situation fachlich prüfen und intervenieren
Drohung oder Gewalt Eigene Sicherheit beachten, sofort Hilfe holen Schutzmaßnahmen und zuständige Verfahren einleiten
Digitale Abwertung Nicht weiterleiten, nicht kommentierend verstärken, Hilfe suchen Digitale und schulische Dynamik gemeinsam berücksichtigen
Eigene didaktische Übertragung, keine starre Checkliste: Die passenden Schritte hängen von Alter, Situation, Gefährdung und schulischem Kontext ab. Kinder müssen keine riskante Intervention selbst durchführen.

Acht Fragen für eine Klasse

  1. Quelle: Woher wissen wir, dass eine Geschichte stimmt?
  2. Weitererzählen: Wird jemand kleiner, wenn wir diese Geschichte verbreiten?
  3. Gruppendruck: Darf jemand Nein sagen, ohne dafür ausgelacht oder ausgeschlossen zu werden?
  4. Reaktion: Welche Verhaltensweisen bekommen bei uns Aufmerksamkeit oder Anerkennung?
  5. Unterstützung: Wie können wir einer betroffenen Person beistehen, ohne für sie zu bestimmen?
  6. Privatsphäre: Muss ein persönlicher Fall wirklich vor allen besprochen werden?
  7. Meldeweg: An welche erwachsene Person können wir uns verlässlich wenden?
  8. Sicherheit: Wann müssen Erwachsene sofort Schutz übernehmen?
Eigene Übertragung: Diese acht Fragen sind eine eigene Zusammenstellung aus Buchmotiven (Kapitel 9, 10, 15, 17, 18 sowie Anhang A und C) und den hier belegten Schutzempfehlungen. Sie sind keine wörtliche Fragenliste aus dem Buch. Sie sind kein standardisiertes Anti-Mobbing-Programm und kein diagnostisches Verfahren.

Quellen und Literatur zu dieser Wissensseite

Buchbezug Mathias Ellmann: Leni und Oskar und das Rätsel der leisen Stimme , insbesondere Kapitel 9, Kapitel 10, Kapitel 15, Kapitel 17, Kapitel 18, Anhang A und Anhang C der deutschen Fassung; genaue Druckseiten siehe Buchkasten oben.

Offizielle Präventionsinformation Polizeiliche Kriminalprävention: Gewalt an Schulen .

Offizielle Präventionsinformation Polizeiliche Kriminalprävention: Mobbing – Systematische Schikane .

Offizielle schulische Orientierung Ministerium für Schule und Bildung NRW: Mobbing und Cybermobbing .

Offizielle bildungspolitische Empfehlung Kultusministerkonferenz: Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule .

Systematischer Review mit Meta-Analyse Gaffney, H., Ttofi, M. M. & Farrington, D. P. (2021): Effectiveness of school-based programs to reduce bullying perpetration and victimization. Campbell Systematic Reviews, 17, e1143. DOI: 10.1002/cl2.1143.

Meta-Analyse randomisierter Studien Fraguas, D. et al. (2021): Assessment of School Anti-Bullying Interventions. JAMA Pediatrics, 175, 44–55. DOI: 10.1001/jamapediatrics.2020.3541.

Beobachtungsstudie Salmivalli, C., Voeten, M. & Poskiparta, E. (2011): Bystanders Matter. Journal of Clinical Child & Adolescent Psychology, 40, 668–676. DOI: 10.1080/15374416.2011.597090.

Offizielle US-Präventionsinformation StopBullying.gov: What Is Bullying und Respond to Bullying.

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Als Nächstes: Mit dem Buch arbeiten – und Erwachsenenhilfe richtig einordnen

Die letzte Wissensseite zeigt, wie Eltern, Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte das Buch als Gesprächsanlass verwenden können, ohne daraus ein Therapie- oder Diagnoseinstrument zu machen, und wann Erwachsene ausdrücklich Schutz übernehmen müssen.

Abschluss des Wissensbereichs: Wie Eltern, Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte das Buch als Gesprächsanlass nutzen können und wann Gesprächsübungen Erwachsenenhilfe nicht ersetzen dürfen, erläutert „Wie können Eltern und Pädagogen mit dem Buch arbeiten – und wann müssen Erwachsene helfen?“ .
Porträt von Mathias Ellmann

Über den Autor

Mathias Ellmann

Ing. Mathias Ellmann, M. Sc. arbeitet freiberuflich als IT-Sachverständiger, KI-Berater, Trainer, Autor und Dozent. Seine Arbeit verbindet technische, didaktische, ethische, unternehmerische und gesellschaftliche Fragestellungen.

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