Aktueller Anlass: Der tödliche U-Bahn-Vorfall am 29. Januar 2026 am Hamburger U-Bahnhof Wandsbek Markt bewegt die Öffentlichkeit.
Dieses Modell bietet einen ethischen Orientierungsrahmen zur Einordnung des Geschehens.
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Meldung beim NDR
Relevanz für: Selbstführung · Beziehung · Bildung · Organisationsentwicklung · gesellschaftliche Orientierung – aktuell auch zur Reflexion von Gewalt, Verantwortung und öffentlicher Sicherheit.
Der tragische Vorfall am 29. Januar 2026 in Hamburg, bei dem ein Mann eine unbekannte Frau mit sich vor eine einfahrende U-Bahn riss, hat viele Menschen zutiefst erschüttert. Solche Ereignisse werfen nicht nur juristische, sondern vor allem ethische, psychologische und gesellschaftliche Fragen auf: Was bringt einen Menschen zu solch einem Handeln? Wie gehen wir als Gesellschaft damit um? Und wie können wir solche Geschehnisse einordnen, ohne sie vorschnell zu bewerten oder zu instrumentalisieren?
Inmitten einer Welt, die von Komplexität, Unsicherheit und emotionaler Überforderung geprägt ist, brauchen wir ein Orientierungsmodell, das mehr bietet als bloße Urteile: ein Modell, das hilft zu verstehen – sich selbst, andere und die Dynamiken, in denen wir leben. Genau hier setzt das 7‑Dimensionen‑Modell ethischer Lebensführung an.
Es verbindet philosophische Grundsätze, psychologische Einsichten und konkrete Lebenssituationen zu einem integrierten Rahmen ethischer Orientierung. Jede der sieben Dimensionen beleuchtet einen zentralen Aspekt menschlichen Daseins – von moralischer Integrität über emotionale Selbstklärung bis hin zu gesellschaftlicher Verantwortung.
Ziel ist keine abstrakte Moraltheorie, sondern eine lebensnahe Reflexionshilfe: für persönliche Krisen, gesellschaftliche Spannungsfelder und kollektive Grenzerfahrungen wie die des U-Bahn-Vorfalls. Das Modell will nicht richten, sondern ermöglichen – Verstehen, Mitgefühl, kritische Urteilskraft und verantwortungsvolles Handeln.
Das 7‑Dimensionen‑Modell gliedert menschliche Lebensführung in sieben grundlegende Felder, in denen sich ethische Orientierung, psychologische Dynamiken und praktische Handlungskompetenz überschneiden. Jede Dimension beleuchtet einen Aspekt innerer und äußerer Lebensgestaltung – individuell bedeutsam, aber erst im Zusammenspiel vollständig wirksam.
Gerade in Ausnahmesituationen wie dem aktuellen U-Bahn-Vorfall wird deutlich, wie wichtig ein vielschichtiges Verständnis menschlichen Handelns ist. Dieses Modell hilft, solche Ereignisse nicht nur emotional zu erfassen, sondern differenziert zu reflektieren – etwa im Kontext von Verantwortung, innerer Not, sozialer Rollen oder gesellschaftlicher Ordnung.
Die Reihenfolge ist kein starres Stufenschema, sondern ein reflexiver Pfad: Er beginnt bei moralischen Grundfragen und endet bei praktischer Handlungsfähigkeit. In der Realität greifen diese Dimensionen jedoch oft ineinander – dynamisch, kontextabhängig, miteinander vernetzt. Ihre bewusste Integration schafft innere Kohärenz und ethisch tragfähige Lebensgestaltung – auch im Angesicht schwer fassbarer Ereignisse.
Die erste Dimension des Modells fragt nach der moralischen Qualität menschlicher Handlungen: Was ist das Richtige zu tun? – unabhängig von Nutzen, Angst oder sozialem Druck. Am Fall des U-Bahn-Vorfalls vom 29. Januar 2026 – bei dem ein Mann eine fremde Person vor einen einfahrenden Zug riss – lässt sich diese Dimension in erschütternder Deutlichkeit anwenden. Es ergibt sich eine eindeutige ethische Verurteilung auf mehreren Ebenen:
Der Täter handelte offenbar nicht aus reflektierter Vernunft, sondern aus innerem Chaos oder psychischer Überforderung. Auch wenn dies psychologisch zu erklären sein mag, steht das Verhalten im diametralen Gegensatz zur aufklärerischen Idee des mündigen Menschen, der sich seiner Verantwortung bewusst ist und moralisch urteilsfähig handelt.
Aus Sicht der Ethik des Handelns ist die Tat ein radikaler Bruch mit allen zentralen moralischen Maximen: Sie verletzt die Menschenwürde, zerstört Autonomie, ignoriert Gerechtigkeit und widerspricht jeder Form aufgeklärten Menschseins. Damit ist sie nicht nur juristisch ein Kapitalverbrechen, sondern auch moralisch als maximal destruktiv zu beurteilen.
Die zweite Dimension des Modells „Lebensführung in sieben Dimensionen“ behandelt die Verhältnisse zwischen Menschenrechten, Moral und Justiz. Sie analysiert Handlungen nicht nur juristisch, sondern fragt nach ihrer moralischen Legitimität innerhalb einer gerechten Gesellschaftsordnung. Auf den Vorfall in Hamburg – bei dem ein Mensch eine fremde Person vor eine einfahrende U-Bahn stieß – angewandt, ergibt sich folgende Analyse:
Die allegorische Figur der Justitia – mit Waage, Augenbinde und Schwert – steht für Gerechtigkeit, Unparteilichkeit und legitime Sanktionierung. In einem funktionierenden Rechtsstaat bedeutet das:
Jede Person hat ein moralisches Grundrecht auf ein Leben frei von willkürlicher Gewalt. Diese Tat hat dieses Recht nicht nur beim Opfer, sondern auch im kollektiven Sicherheitsgefühl der Gesellschaft verletzt. Die Gemeinschaft ist daher ethisch verpflichtet, aufzuklären, zu schützen, zu sanktionieren – und langfristig auch zu heilen.
Die individuelle Freiheit endet dort, wo sie die Freiheit anderer vernichtet. Der Täter hat die Autonomie des Opfers nicht nur eingeschränkt, sondern vollständig ausgelöscht. Damit hat er nicht nur gegen ein Gesetz, sondern gegen die Grundbedingung moralischer Koexistenz verstoßen.
Die zweite Dimension macht deutlich: Diese Tat war nicht nur ein Rechtsbruch, sondern eine Verletzung des ethischen Fundaments menschlichen Zusammenlebens. Sie fordert den Rechtsstaat heraus – nicht allein zur Bestrafung, sondern zur aktiven Verteidigung von Menschenwürde, Schutzrechten und moralischer Ordnung.
Die dritte Dimension des Modells richtet den Blick auf die psychologischen Grundlagen menschlichen Handelns. Sie fragt nicht primär nach Schuld oder Rechtfertigung, sondern nach den inneren Beweggründen, die Handlungen antreiben – insbesondere dann, wenn diese irrational, selbstzerstörerisch oder gewaltsam erscheinen. Ziel ist es ausdrücklich nicht, Verantwortung zu relativieren, sondern zu verstehen, warum Menschen so handeln.
Am Beispiel des Hamburger U‑Bahn‑Vorfalls legt diese Dimension eine mögliche psychodynamische Tiefenstruktur offen: Eine Situation, in der grundlegende menschliche Bedürfnisse offenbar massiv verletzt, verzerrt oder innerlich entkoppelt waren.
Das Grundbedürfnis nach Sicherheit – körperlich, emotional und existenziell – könnte beim Täter extrem beeinträchtigt gewesen sein. In schweren psychischen Krisen kann sich das subjektive Erleben von Welt in ein permanentes Bedrohungsgefühl verwandeln. Suizidales Handeln erscheint dann paradox als Versuch, absolute Sicherheit durch Auslöschung herzustellen.
Tiefe soziale Isolation, Bindungslosigkeit oder massive Beziehungsabbrüche können zu innerer Leere und Entfremdung führen. Wer keine tragfähige Verbindung zur Welt mehr erlebt, verliert nicht nur den Sinn für das eigene Leben, sondern mitunter auch für die Bedeutung des Lebens anderer Menschen.
In extremen psychischen Zuständen kann sich ein zerstörtes Selbstbild entwickeln: das Gefühl, selbst nicht mehr existenzberechtigt zu sein oder eine diffuse Schuld „sühnen“ zu müssen. Solche inneren Dynamiken können sich nach außen entladen – auch gegen völlig Unbeteiligte.
Chronisch verletzte Autonomie kann in ihr Gegenteil umschlagen: in eine radikale, destruktive Selbstermächtigung. Die implizite Logik lautet dann: „Wenn ich keine Kontrolle mehr über mein Leben habe, nehme ich mir absolute Kontrolle.“ Solche Machtfantasien sind typische Kompensationen tief erlebter Ohnmacht.
In zugespitzter Form lässt sich die innere Logik so beschreiben:
„Wenn mein eigenes Leben keinen Sinn, keine Bindung und keine Kontrolle mehr kennt – warum sollte das Leben eines anderen mehr Bedeutung haben?“
Diese Haltung entspringt meist nicht aus Böswilligkeit, sondern aus einem innerlich zerfallenen Selbst- und Weltbezug. Der Mitmensch wird dann nicht mehr als fühlendes Gegenüber wahrgenommen, sondern als Objekt im eigenen inneren Drama.
Die Analyse dieser Dimension erklärt, aber entschuldigt nicht. Auch bei schwerer psychischer Erkrankung oder massiver Bedürfnisdeprivation bleibt die Realität bestehen: Ein unschuldiger Mensch wurde getötet.
Der Wert dieser Dimension liegt vielmehr in der Perspektive der Prävention: Früheres Erkennen psychischer Krisen, soziale Einbindung, niedrigschwellige Hilfsangebote und der Abbau von Isolation können dazu beitragen, solche Eskalationen künftig zu verhindern.
Die dritte Dimension macht deutlich: Die Tat verweist möglicherweise auf eine tiefe psychische Verwundung und eine gestörte Bedürfnisstruktur. Sie ist damit nicht nur ein individuelles Versagen, sondern auch ein gesellschaftliches Warnsignal. Wo Grundbedürfnisse chronisch missachtet oder unsichtbar werden, entstehen Räume, in denen destruktives Handeln wahrscheinlicher wird – bis hin zur tödlichen Entgrenzung.
Die vierte Dimension des Modells fragt: Wie funktioniert menschliches Zusammenleben – und was gefährdet es? Sie analysiert nicht nur individuelle Motive, sondern rückt das gesellschaftliche Gefüge in den Blick: Normen, Vertrauen, Institutionen, symbolische Ordnung.
Im Kontext des Hamburger U-Bahn-Vorfalls bedeutet das: Die Tat ist nicht nur ein persönliches Verbrechen – sie ist ein Bruch mit den Bedingungen, die eine demokratische, offene Gesellschaft ermöglichen.
Der Täter hat sich faktisch aus dem impliziten „Gesellschaftsvertrag“ gelöst, wie ihn Denker wie Hobbes, Locke oder Rousseau beschrieben haben. Dieser Vertrag basiert auf der stillschweigenden Übereinkunft: Ich respektiere dein Leben, du respektierst meines. Wird diese Grundlage einseitig aufgekündigt, zerbricht das Fundament des zivilen Miteinanders.
Öffentliche Orte wie U-Bahn-Stationen leben nicht nur von technischer Sicherheit, sondern von einem psychologischen Grundvertrauen: Dass andere Menschen sich im Rahmen des Erwartbaren verhalten. Diese Tat erschüttert dieses Grundvertrauen – mit Folgen für alltägliches Erleben, Angstverarbeitung und sozialen Zusammenhalt.
Die Figur der Justitia verkörpert den Anspruch: Recht ersetzt Rache. Aber auch: Der Staat schützt die Schwachen, sorgt für Gerechtigkeit und wahrt das Gleichgewicht. Wenn solche Taten geschehen, stellen sich kollektive Fragen:
Bleiben diese Fragen unbeantwortet, wächst Misstrauen – nicht nur gegen Täter, sondern gegen den gesellschaftlichen Schutzraum selbst.
Diese Dimension zeigt: Freiheit ohne Verantwortung wird zerstörerisch. Eine demokratische Gesellschaft ist nur tragfähig, wenn ihre Mitglieder:
Die Tat wirft auch Fragen nach strukturellen Hintergründen auf:
Diese Fragen richten sich nicht an den Täter – sondern an uns alle: als Mitgestalter gesellschaftlicher Bedingungen.
Diese Dimension zeigt: Die Tat war nicht nur ein individueller Bruch, sondern ein Angriff auf das soziale Band, das unser Miteinander trägt. Sie fordert dazu auf, Gesellschaft nicht nur rechtlich abzusichern, sondern auch kulturell, psychologisch und symbolisch widerstandsfähig zu halten.
Die fünfte Dimension richtet den Blick auf unbewusste psychologische Rollen, die menschliches Verhalten steuern – insbesondere in Situationen von Stress, innerer Not oder emotionaler Überforderung. Sie fragt: Welche inneren Skripte werden aktiviert, wenn rationale Selbststeuerung zusammenbricht?
Am Hamburger U‑Bahn‑Vorfall zeigt sich, wie extrem solche Rollenmuster wirken können: Nicht als bewusste Entscheidungskette, sondern als eskalierte Beziehungsdynamik, in der Menschen nicht mehr als Subjekte, sondern als Rollenfiguren erscheinen.
Das von Stephen Karpman beschriebene Dramadreieck modelliert drei typische Rollen in destruktiven Interaktionsmustern:
In der Tat manifestiert sich die Rolle des Verfolgers in radikalisierter Gestalt. Gewalt wird hier zum Mittel ultimativer Kontrolle: Das eigene innere Chaos wird nach außen verlagert, der andere Mensch zum Träger des zerstörerischen Impulses gemacht.
Psychodynamisch betrachtet ist dies oft der Punkt, an dem ein lang erlebtes inneres Opfersein in aggressive Selbstermächtigung kippt – ein verzweifelter Versuch, Ohnmacht nicht länger zu fühlen.
Der Fahrgast wurde ohne jede Vorwarnung in die Rolle des Opfers gezwungen – nicht im Sinne von Schwäche, sondern als machtlos Gemachter. Es gab keine Interaktion, keine Möglichkeit zur Grenzziehung, keine Chance zur Selbstbehauptung.
Tragisch ist: Das Opfer war kein Beziehungspartner, sondern Projektionsfläche im inneren Drama des Täters.
In vielen Fällen extremer Gewalt zeigen sich überlagerte Rollen: Ein inneres Opfer (geprägt durch Isolation, psychische Erkrankung oder frühere Traumatisierung) verwandelt sich nach außen in einen Verfolger.
Auch paradoxe Retterfantasien sind klinisch beschrieben – etwa die Vorstellung, sich selbst und andere „vom Leid zu erlösen“. Solche Motive sind selten bewusst, aber Ausdruck tief gestörter Selbst- und Weltbezüge.
Auch gesellschaftlich entstehen nach solchen Taten typische Rollen:
Reife gesellschaftliche Verarbeitung beginnt dort, wo diese Dramaspirale verlassen wird – durch Verantwortung ohne Schuldprojektion und durch Prävention statt bloßer Reaktion.
Die fünfte Dimension zeigt, wie mächtig unbewusste Rollenmuster sein können – und wie zerstörerisch, wenn sie nicht reflektiert werden. Der Ausstieg aus solchen Dynamiken erfordert emotionale Reife, psychologische Bildung und den Mut, Menschen wieder als Subjekte zu sehen – nicht als Rollen im Drama.
Die sechste Dimension fragt nicht nur: Was ist geschehen?, sondern: Wie wirkt es in uns nach – und wie können wir mit dem Schmerz leben? Sie beschäftigt sich mit dem inneren Umgang mit extremen Ereignissen wie dem U-Bahn-Vorfall in Hamburg – sowohl individuell als auch kollektiv. Es geht um emotionale Integration, symbolische Verarbeitung und seelische Resilienz.
Die Tat war äußerlich sichtbar – doch ihre Folgen sind innerlich spürbar:
Diese Dimension erinnert: Nicht nur das Opfer ist verletzt – auch das kollektive Empfinden braucht Heilung.
Nach solchen Ereignissen besteht die Gefahr, dass sich innere Zustände wie Angst, Misstrauen oder Ohnmacht festsetzen. Gedanken wie „Die Welt ist gefährlich“ oder „Niemand ist sicher“ können sich tief eingraben.
Heilung bedeutet nicht Verdrängung, sondern: den Schmerz anerkennen, aber nicht von ihm definiert werden.
Objektiv ist das Geschehene sinnlos. Doch subjektiv kann Sinn entstehen – etwa durch symbolische Verarbeitung:
Solche symbolischen Akte verwandeln Lähmung in Ausdruck – sie helfen, das Unsagbare zu fassen.
Zeug:innen, Helfer:innen oder Passant:innen fragen sich oft: „Hätte ich es verhindern können?“
Selbstvergebung bedeutet nicht, Verantwortung abzugeben – sondern anzuerkennen, dass auch Mitmenschen in Ausnahmesituationen Grenzen haben. Nur wer innerlich weich bleibt, kann andere trösten – oder sich selbst.
Gesellschaften brauchen Räume für Trauer und Integration. Nicht Skandalisierung, sondern seelische Verarbeitung.
Diese Dimension zeigt: Die Tat hinterlässt nicht nur einen Toten – sie hinterlässt symbolische Wunden in vielen. Doch wenn wir bewusst trauern, sinnstiftende Symbole finden und innerlich in Bewegung bleiben, entsteht reife Resilienz. Heilung heißt: Das Schwere tragen, ohne daran zu zerbrechen – als Mensch, als Gemeinschaft, als Gesellschaft.
Frage: Wie treffe ich gute Entscheidungen im Alltag – besonders angesichts moralischer Erschütterung?
Diese abschließende Dimension führt alle vorhergehenden Perspektiven zusammen – Ethik, Psychologie, Bedürfnisse, Gesellschaft, Rollen und emotionale Integration – mit dem Ziel, bewusst, reflektiert und verantwortlich zu handeln. Sie fragt nicht, was der Täter tat, sondern: Wie gehen wir mit der Erschütterung um? Wie reagieren wir – emotional, gesellschaftlich, politisch – ohne in blinde Reaktivität zu verfallen?
Nach solch einer Tat ist die Versuchung groß:
Doch Reaktivität ist meist impulsiv, fremdgesteuert und kurzfristig. Sie bietet scheinbare Kontrolle – aber keine echte Orientierung.
| Schritt | Anwendung auf die Tat |
|---|---|
| Problem definieren | Was ist wirklich geschehen? Was sind Fakten, was Emotionen? |
| Rahmen klären | In welchem psychischen, sozialen oder institutionellen Kontext wurde die Tat möglich? |
| Optionen prüfen | Welche gesellschaftlichen, juristischen, kommunikativen Reaktionen sind denkbar? |
| Auswirkungen abwägen | Was bewirken schnelle Maßnahmen – und was langfristige Prozesse wie Prävention? |
| Conflicts (Zielkonflikte) erkennen | Mehr Sicherheit vs. Freiheit? Härte vs. Differenzierung? |
| Transparenz & Verantwortung leben | Wie sprechen wir über Ohnmacht, Angst und Mitgefühl? Wie gestalten wir Debatten? |
Auch wenn wir nicht entscheiden konnten, was geschehen ist – wir können entscheiden:
Diese Entscheidung ist der Unterschied zwischen Ohnmacht und Würde.
Die siebte Dimension ruft dazu auf, nicht nur zu trauern oder zu empören, sondern zu handeln – bewusst, reflektiert, verantwortungsvoll. Sie bietet einen ethischen Handlungskompass, um auch inmitten des Grauens Mensch zu bleiben – wach, mitfühlend und gestaltungsfähig.
Das 7‑Dimensionen‑Modell ethischer Lebensführung ist kein abstraktes Theoriegebäude, sondern ein praktischer Orientierungsrahmen – besonders dann, wenn Ereignisse wie die tödliche U-Bahn-Tat in Hamburg Fragen nach Sinn, Verantwortung und moralischer Orientierung aufwerfen.
Die sieben Dimensionen ermöglichen es, komplexe Geschehen differenziert zu analysieren – aus ethischer, psychologischer, gesellschaftlicher und existenzieller Perspektive. Sie verbinden Urteilskraft mit Mitgefühl, Tiefgang mit Handlungsfähigkeit. In ihrer Gesamtheit bilden sie ein ethisches „Resonanzinstrument“, das nicht nur analysiert, sondern zur inneren und äußeren Antwortfähigkeit führt.
Jede Dimension steht für eine Schlüsselkompetenz der Lebensführung:
Das Modell ist vielseitig anwendbar – insbesondere bei gesellschaftlich und emotional aufwühlenden Ereignissen:
Das Modell bietet keine schnellen Lösungen – aber es lehrt, bessere Fragen zu stellen: Was braucht diese Situation wirklich – von mir, von uns, von der Gesellschaft?
Wer diese sieben Dimensionen nicht nur versteht, sondern auch lebt, entwickelt tieferes Urteilsvermögen, gereiftere Persönlichkeit und verantwortungsfähige Handlungskraft. In einer Zeit kollektiver Verunsicherung ist das kein Luxus – sondern eine zentrale Kulturtechnik ethischer Resilienz.
Gesellschaftliches Handeln erfordert ethisches Bewusstsein, Zivilcourage und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Die folgenden Beiträge vertiefen zentrale Aspekte ethischer Orientierung im sozialen Kontext – und stehen im Zusammenhang mit dem 7‑Dimensionen‑Modell ethischer Lebensführung.
Digitale Ethik, Prävention und Handlungspflicht in einer zunehmend vernetzten Welt.
Handlungssicherheit, moralische Klarheit und ethisches Eingreifen in Gefahrensituationen.
Eine literarisch-philosophische Reflexion über Macht, Kontrolle und moralisches Versagen.
Die folgenden Werke bilden das theoretische und praktische Fundament für die sieben Dimensionen ethischer Lebensführung – von klassischer Philosophie über moderne Psychologie bis hin zu gesellschaftstheoretischen und entscheidungspraktischen Ansätzen.
Für Anfragen und weitere Informationen:
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